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Goldener Herbst
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Historie

Meilensteine in der Entwicklung des Hotels

Im Jahre 1490, also kurz bevor Columbus die Neue Welt entdeckte, schlug die Geburtsstunde der Thaltor-Herberge, wie das Torbräu seinerzeit genannt wurde. Der Landadelige Georg Schmidt von Bogenhausen erwarb das Haus gleich neben dem Isartor, vor dem zur damaligen Zeit die so genannte Salzstraße einmündete. Durch die exponierte Lage gewann die Wein- und Bierschänke rasch an Beliebtheit und wurde von dem neuen Besitzer zur noblen Herberge ausgebaut. Bereits zu dieser Zeit gab es neben Schlafsälen für mehrere Reisende auch elegante Einzelzimmer mit vertäfelten Wänden, komfortablen Himmelbetten und Wäscheschränken im spätgotischen Stil.

erweiterte der Bierbrauer Wolfgang Brunnhuber die Herberge um eine Brauerei und war somit fortan der erste "Thorbräuer". Früh hatte er die aufkommende Mode des Biertrinkens erkannt, die zunehmend den bislang vorherrschenden Genuss der bisweilen doch etwas sauren bayerischen Weine verdrängte. Damals verkehrten nicht nur einheimische Biertrinker, sondern auch zahlreiche Gäste aus Italien und dem fernen Spanien im Thorbräu, um das inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannte Münchner Malzgebräu zu kosten.

Im 17. Jahrhundert litten auch Bayern und München unter den Folgen des 30jährigen Krieges. Doch auch in dieser schwierigen Zeit erfreute sich das Bier des Brauers Hanns Schaller, der das Anwesen am 16. Mai 1597 für eine stattliche Kaufsumme erworben hatte, regen Zuspruchs. Die hochherrschaftlichen Zimmer wurden mit kostbaren Renaissance- und Barockmöbeln ausgestattet, und der Thorbräu wandelte sich zu einer Kaufleute- und Diplomatenherberge von Rang.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts baute Franz Xaver Duschl den Thorbräu durch den Zukauf mehrerer Grundstücke zu einem gesamten Gebäudekomplex aus. Während der Hochzeit des späteren Königs Ludwig I. mit Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810, der Geburtsstunde des Münchner Oktoberfestes, war auch der Thorbräuwirt für die "Atzung" der hohen Bürgerschaft zuständig. Die Eröffnung des Königlichen Theaters am Isartor 1812 brachte so illustre Gäste wie den König Max Joseph, der wie viele Besucher vor oder nach dem Theater im Thorbräu zu weilen pflegte.

Der Aufstieg der Münchner Bohème zur anerkannten Kulturszene in der Mitte des 19. Jahrhunderts schlug sich auch im Gästekreis des Hauses nieder. Auf der Gästeliste fanden sich so namhafte Persönlichkeiten wie Heinrich Heine, Felix Mendelssohn-Bartholdy oder Franz Liszt. Auch dem dänischen Dichter Hans Christian Andersen oder dem Apotheker und Malerpoeten Karl Spitzweg mochte in der Atmosphäre des Thorbräus manch künstlerischer Einfall gekommen sein.

ging der Thorbräu an Joseph Sedlmayer über, den mächtigen Besitzer der Franziskaner-Leist-Brauerei. Er verlegte die Braustätte in seine Franziskaner-Brauerei und gab damit schon frühzeitig den Startschuss für eine Reihe von Brauereizusammenschlüssen, die die Münchner Bierlandschaft bis heute prägen sollten.

Den Grundstein für das Hotel Torbräu heutiger Prägung legten Maria und Johann Nepomuk Mayr. 1903 übernahm Johann Nepomuk Mayr das Hotel Torbräu zuerst als Pächter und konnte danach das Anwesen samt Baurecht dank seiner guten Wirtschaftsführung kaufen. Die Wirren des Ersten Weltkriegs überstand die tatkräftige Wirtin Maria Mayr alleine mit ihrer achtjährigen Tochter Mariele, da auch ihr Mann eingezogen wurde. Kaum zurück vom Italienfeldzug kümmerten sich beide wieder um ihr Hotel Torbräu. Und dieses, ganz im Jugendstil gehalten, war seiner Zeit wirklich ein wahres Kleinod. Das großzügige Restaurant war mit rotbraunem tschechischen Marmor, Mahagonivertäfelungen und den damals so beliebten roten Plüschpolstern ausgestattet. Prachtvoll war auch die Einrichtung der elektrisch beleuchteten Hotelzimmer, die der Torbräuwirt allesamt mit einer hochmodernen Niederdruckdampfheizung sowie fließend warmem und kaltem Wasser ausstatten ließ.

Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges machten auch vor dem Hotel Torbräu nicht halt. In der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 1944 zerstörten vier Fliegerbomben das Anwesen fast vollständig. Zwei Menschen verloren ihr Leben, und das Wirtspaar musste mit ansehen, wie ihr Lebenswerk in wenigen Stunden niederbrannte.

In der Zeit nach Kriegsende krempelten sie die Ärmel hoch und machten sich zügig an den Wiederaufbau, tatkräftig unterstützt durch Tochter Mariele und Schwiegersohn Sebastian Kirchlechner, der unversehrt aus dem Krieg heimgekehrt war. So konnte bereits im März 1946 das Restaurant wiedereröffnet werden und 1947 die ersten Hotelzimmer. Trotz der großen Not dieser Zeit fanden sich auf der Abendkarte bald fast alle so lange entbehrten Wurst- und Fleischwaren. Die Wiederaufbauarbeiten schritten weiterhin zügig voran, und schon 1952 verfügte das Hotel Torbräu erneut über 25 Einbett- und 35 Doppelzimmer.

Im Laufe der Jahre legte Sebastian Kirchlechner die Verantwortung immer mehr in die Hände seiner Söhne Werner und Walter Kirchlechner. Als in den 70er Jahren das aufstrebende Messewesen in München begann und der internationale Tourismus einsetzte, wurde verstärkt in die dekorative und technische Ausstattung investiert, um im wachsenden Wettbewerb mit der internationalen Großhotellerie bestehen zu können. Das Restaurant wurde unter der Führung von Küchenmeister Walter Kirchlechner umfassend neu gestaltet. In der ersten Etage richtete Hotelier und Konditormeister Werner Kirchlechner ein elegantes Frühstückscafé mit Confiserie-Geschäft ein.

Unter der Federführung von Werner Kirchlechner, seit 1993 alleiniger Geschäftsführer, kamen dann die größten baulichen und organisatorischen Veränderungen seit dem Wiederaufbau auf das Hotel Torbräu zu, die um die Jahrtausendwende abgeschlossen waren. Die Empfangshalle wurde völlig umgestaltet, der Konferenzbereich neu konzipiert, das CAFE AM ISARTOR von Grund auf modernisiert und das Restaurant im südländischen Stil aufwändig renoviert. Jedes der 91 individuell eingerichteten Zimmer ist seitdem klimatisiert und mit modernster Sicherheits- und Kommunikationstechnik ausgestattet.

konnten Walter und Werner Kirchlechner ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Das Hotel Torbräu ist 100 Jahre im Besitz der Familien Mayr und Kirchlechner. Diese Zeitspanne markiert eine Hotelierepoche, die neben all den bedeutenden Wirten in der wechselvollen Geschichte des Hotel Torbräu einmalig ist.

kehrt Andreas Kirchlechner, Werner Kirchlechners älterer Sohn, nach seinem Studium und mehreren Auslandsaufenthalten ins Hotel Torbräu zurück, um die über 100jährige Tradition des Familienbetriebes in der mittlerweile vierten Generation fortzuführen.
Hotel Torbräu• Tal 41 • 80331 München
Telefon: +49 (0)89 24 234-0 • Fax: +49 (0)89 24 234-235


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Werner Kirchlechner